Thomas
Kleinstadt, gute Familie, Fußball, alles läuft. Dann Gymnasium, Druck, Versagen, Rückzug. Mit siebzehn probiert Thomas Heroin – aus Neugier. Es bleibt nicht beim Probieren. Er hängt an der Nadel, verliert Freunde, Familie, Vertrauen. Zwölf Jahre lang dreht sich alles nur noch um Stoff.
1988 landet er im Krankenhaus – am Ende seiner Kräfte. Ein Sozialarbeiter spricht mit ihm, Christ. Thomas folgt seiner Einladung in eine kleine Gemeinschaft am Niederrhein. Zum ersten Mal erlebt er Menschen, die ehrlich glauben und trotzdem mitten im Leben stehen. Er hört vom Evangelium, betet – und wird frei. Kein Rückfall. Seitdem nie wieder Drogen.
Drei Jahre später fliegt er mit einem kleinen Team auf die Philippinen. Sie gründen dort eine Reha für Abhängige, später eine Arbeit für Straßenkinder. Thomas verliebt sich, heiratet. Gemeinsam mit seiner Frau nimmt er drei Kinder auf und adoptiert sie. 22 Jahre bleiben sie in Manila. Es ist ein Leben mit Brüchen, mit Freude und Schmerz – und mit einer Hoffnung, die trägt.
Heute arbeitet Thomas in der Gefährdetenhilfe in Deutschland.