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Susanne

Die Schwangerschaft beginnt mit Übelkeit. Nicht ein bisschen, sondern täglich, über Monate. Nichts geht mehr. Der Körper spielt nicht mit, die Gedanken werden dunkel.

Irgendwann sagt sie Worte, die man nicht sagt. Nicht sagen will. In einem Moment völliger Erschöpfung verflucht sie ihr ungeborenes Kind. Es ist nicht Hass. Es ist Hilflosigkeit. Ein Schrei nach Luft, nach einem Ausweg.

Diese Zeit hinterlässt Spuren. In ihr. In ihrer Familie. Nichts ist mehr leicht, nichts selbstverständlich.

Und doch kommt irgendwann Bewegung in das Erstarrte. Neue Hoffnung wächst – nicht über Nacht, aber spürbar.


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