Monja
2016 bricht Monjas Körper zusammen. Herzprobleme, Klinik, Reha. Wochenlang kann sie kaum laufen, kaum sprechen. Eine Diakonisse sagt ihr damals: „Was du erlebst, wird einmal anderen helfen.“ Der Satz bleibt hängen.
Jahre später steht sie wieder mitten im Leben. Das Nagelstudio muss schließen, ihr Mann ist nach einem Unfall arbeitsunfähig. Monja betet: „Zeig mir, was als Nächstes dran ist.“
Sie landet im Impfzentrum, dann beim Gesundheitsamt, schließlich beim Roten Kreuz. Mit 52 beginnt sie noch einmal neu – Ausbildung zur Rettungssanitäterin.
Heute sitzt sie im Krankenwagen, hört zu, tröstet, hilft. Nicht, weil alles leicht wäre, sondern weil sie weiß, wie es ist, am Boden zu liegen.