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Laura

Es beginnt mit einem Gespräch.
Ihr Mann bekennt sich – zur Pornografie-Sucht.
Spricht über das, was war. Offen, ehrlich, scheinbar mutig.

Sie stellt Fragen. Will wissen, was genau passiert ist.
Er antwortet. Und mit jeder Antwort bricht ein Stück ihres bisherigen Lebens weg.

Was sie nie für möglich gehalten hätte, steht plötzlich nackt im Raum.
Und geht nicht mehr weg.

Sie sucht Hilfe. Irgendetwas, das ihr zeigt, wie man weiterlebt, wenn alles zerfällt.
Doch die Tür bleibt zu.

Während es für Männer mit Pornosucht unzählige Angebote gibt – Therapien, Gruppen, Programme –, heißt es für sie nur:
„Komm klar. Allein.“
Keine Gespräche. Kein Raum für ihre Fragen. Keine Hilfe für ihren Schmerz.

Aber sie will das nicht hinnehmen.
Sie steht auf – mitten in der Ohnmacht – und sagt: Das muss sich ändern.
Denn Schweigen schützt nur den Täter. Nie das Opfer.


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