Kathi
Fünf Atemzüge lang durfte sie ihr Baby Vincent an der Brust halten. Dann nahmen die Ärzte ihn weg. Herzfehler, nicht erkannt. Zurück blieb ein leeres Kinderzimmer – und Eltern, die lernen mussten, weiterzuatmen.
Kathi rasierte sich die Haare ab, hackte Holz, schrieb Lieder. Sie haderte, sie hasste Gott – und blieb doch mit Jesus im Gespräch, dem Leidensgenossen, der selbst den Himmel verlassen fühlte. Heute sprechen ihre Kinder von Vincent, als wäre er nur auf der anderen Seite des Himmels. Ein Traum: Gott deckt ihn zu.