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Juliana

Wie verabschiedet man sich, bevor man richtig Hallo sagen konnte?

Ihr Sohn lebt nur eine halbe Stunde. Dreißig Minuten, die alles verändern. Für ein paar Atemzüge sind sie eine Familie – Vater, Mutter, Kind. Dann müssen sie loslassen.

Sie spricht über den Glauben, der ins Wanken gerät. Über Nächte, in denen nichts hilft. Über die Trauer, die sich festsetzt wie ein Kloß im Hals. Tag für Tag. Woche um Woche.

Und doch bleibt etwas. Die winzige Hand ihres Sohnes, die sich um ihre Finger schließt. Der Moment, in dem es still wird und sie spürt: Er war da. Er war wirklich da.


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