Beate
Bis sie sich fanden, dauerte es. Zwei Menschen, zwei Wege, die sich irgendwann kreuzten.
Die Ehe war kein Märchen, aber echt. Mit allem, was dazugehört: Krankenhausbesuche, durchwachte Nächte mit fiebernden Kindern, Arbeit, die nie Pause machte.
Sie hielten zusammen, manchmal aus Liebe, manchmal einfach, weil Aufgeben keine Option war.
Dann kam das Internet.
Erst harmlos, dann gefährlich leise.
Nachrichten, heimliche Kontakte, eine andere Welt, in der ihr Mann verschwand.
Beate spürte, dass er sich entfernte, doch sie klammerte sich an das, was einmal war.
Sie kämpfte um ihre Ehe, suchte Gespräche, betete, versuchte zu verstehen.
Und kam dabei selbst an ihre Grenzen – müde, ausgebrannt, fast verloren.
Irgendwann konnte sie nicht mehr.
Sie ließ los. Nicht, weil sie aufgab, sondern weil sie überleben wollte.
Und dort, wo alles zusammenbrach, begann etwas Neues.
Freunde, die sie nicht verließen. Gespräche, die halfen.
Und ein Glaube, der nicht mehr perfekt sein musste, um echt zu sein.