Anna
Mit 19 Jahren kommt Anna nach Deutschland. Ein fremdes Land, eine fremde Sprache, eine andere Welt. In ihrer Tasche: ein Visum, ein paar Erinnerungen – und eine Kindheit, die ihr mehr abverlangt hat, als man einem jungen Menschen zumuten sollte.
Aufgewachsen in Usbekistan, zwischen russischer Tradition und sowjetischer Härte, war ihr Leben früh geprägt von Verlust: Erst der Vater, dann die Mutter – beide viel zu früh. Zurück blieb ein Gefühl von Verlorenheit, das sie lange nicht abschütteln konnte.
Der Neuanfang in Deutschland wird zum inneren Spagat. Zwischen dem, was war, und dem, was jetzt ist. Zwischen Herkunft und Zukunft.
In diesem Film spricht Anna offen über ihren Kampf mit dem Fremdsein, über Schuldgefühle, über das große Schweigen ihrer Vergangenheit – und über das kleine, leise Versprechen, dass alles irgendwann gut werden kann.
Heute begleitet sie Menschen, die sich zwischen zwei Welten wiederfinden – und hilft ihnen, ihren Platz zu finden. Nicht trotz ihrer Geschichte, sondern mit ihr.